Lyrik                                                 unten stehend finden Sie zwei Auszüge 
                                                                    aus meiner Lyrik. Das Heft
                                                        
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Lyrik             Für Geburtstage, Jubilare, Hochzeiten und andere Anlässe 
                       verfasse ich 
stilvolle
Gedichte, die der betreffenden Person 
                       auf den Leib geschneidert sind
.
 Dafür ist ein Gespräch über
                       die Person erforderlich, in dem ich mir von ihr und ihrer
                       Persönlichkeit ein intuitives und sehr deutliches Bild mache.
                       Honorar: € 1,- pro Zeile (incl. Vorarbeit). 
                       Auf Wunsch Kombination z.B. mit einer Zeichnung oder 
                       einem Foto, gern auch aus meiner Hand.

                       Auszüge aus meiner Lyrik:


 

Der Ring
                            2006 / 2008            

„Es sitzt ein Ring, so soll’s beginnen,
„am Finger einer faden Frau,
die fährt zum Strand hinaus, will schwimmen,
und der Ring weiß ganz genau,
im Wasser kann er ihr entrinnen."

Was der Ring denn will? Ah ja - 
Ich schreib' es Dir. Hast Du noch Zeit? 
Er möchte schmücken, Jahr für Jahr,
ein herrliches und dralles Weib,
das lebt und liebt, so ganz und gar.

Er will sie lachen, singen hören,
will mit ihr tanzen und sich dreh‘n,
sie muss die ganze Welt betören,
und alle soll‘n ihr Kleinod seh‘n.
Ihr nur wird er Treue schwören.

"Die fade Frau schwimmt hin und her.
Er windet sich, dann ist er frei,
taucht unter hier im stein‘gen Meer.
Die Liaison ist jetzt vorbei -
die Frau, die sieht ihn nimmermehr.

Er taumelt nieder, glitzernd bunt,
bleibt liegen bald auf einem Stein.
Entzückt ein Froschmann diesen Fund
an sich nimmt. Er trägt ihn heim.
Der Ring dort fristet Jahr und Stund,

bis neulings ihn die Langeweile
und das Dunkel in der Dose
so dauern, dass er nachts, in Eile,
sich stehlen lässt, in Diebes Hose
verstecken lässt 'ne ganze Weile.

Jäh liegt er dann im Tageslicht
als Angebot auf Hehlers Hand,
und wird gewahr, dass grad' er sich
verkaufen lässt als Liebespfand -
… sein Wunschweib ist der Käufer nicht …

Wie er der Dirne Hand nun schmückt
- das Ziel der Werbung jenes Mannes -,
die Dame auch den Dieb beglückt.
Da grinst der Unhold, und er kann es
noch einmal stehlen, das gute Stück.

Bald schickt es sich, dass in des Diebes
Börse es schon wieder klingt,
als eines Nachts die holde Liebste
des Sängers, der sein Lied ihr singt,
aufseufzt. Seht! Betört aufs Tiefste,

beim Anblick dieses gold‘nen Ringes
glänzen ihre Augen hell.
Sie will vor allen and‘ren Dingen
für sich ihn haben, und zwar schnell.
Fürs Kaufgeld muss ihr Cantor singen.

Nur, bleiben wird sie nicht bei ihm,
denn kaufen kann sie sich nicht lassen,
hat weit mehr Burschen noch im Sinn.
Und mag‘s dem Sänger auch nicht passen:
sie hat die Liebe ihm entlieh‘n.

Sie trägt den Reif voll Stolz, und wir
seh‘n tanzen sie und wild sich dreh‘n.
Wer immer auch begegnet ihr,
wird sie lachen, strahlen seh‘n.
Der Ring bleibt treu fortan nur ihr.

Kommt nun der Dieb und will den Ring
erneut entwenden, muss er seh‘n,
wie fest es sitzt, das kleine Ding,
und bleibt mit leeren Händen steh‘n.
Noch lang des Ringes Liedlein klingt."




Paradiesvogel
                              1999 / 2006

Du kommst wann Du willst, so wie Du gehst.
Du, so sagt man, seist so schön.
So frei seist Du, so losgelöst -
wer möcht' nicht mit Dir kommen und geh'n.

Wo gehst Du eigentlich hin, mein Freund
- wenn Du es mir sagen kannst.
Weithin, fort, wo die Sonne scheint?
Wovor nur hab' ich solche Angst?

Hab' oft gehört, Du könntest nicht
Gefangenschaft ertragen.
Es heißt, dann gibst Du auf. Und - ich -
ich habe doch so viele Fragen.

Wie ist es, frei wie Du, allein?
Gehörst ja keinem außer Dir.
Doch musst Du nicht auch einsam sein?
Genügst Du Dir? Genügst Du Dir?

Ja, geliebtes Wesen, Du
hast alles, was Du brauchst. Und doch
- red’ ich mir ein, in jedem Nu -
irgend etwas fehlt mir noch.

Will’s gern machen, wie’s mich drängt.
Bin wie Du – schön, wild und stark. 
Ich frage mich, woran es hängt.
Bin nicht autark - nicht ganz autark!

Gefieder glänzt, du lebst für dich,
schön kannst du sein und frei, frei - Frei!
Und ich - wie oft ertapp' ich mich -
ich sehne mich herbei - herbei!

Ein wenig Zeit lässt du dir noch,
dann spreizt du voller Wonne
die Flügel, schimmernd bunt - und hoch
fliegst du entgegen einer Sonne,

die ich noch gar nicht sehe, und
die doch schon spiegelt hell in dir.
Du öffnest deinen schönen Mund,
und noch einmal entfliehst du mir

mit deiner Stimme, voll und wild.
Leis' hab' ich sie vernommen.
Und fast verschwimmt dein helles Bild.
Jetzt werd' ich mit Dir kommen!